Volksbank Haltern schüttet starke Dividende aus

Starkes Einlagengeschäft, verhaltene Kreditnachfrage, 6,5 % Dividende

Haltern am See. Die Volksbank Haltern (rund 80 Mitarbeiter) hat jetzt auch bilanztechnisch einen Schlussstrich unter das Geschäftsjahr 2016 gezogen. Die Voraussetzungen dazu haben die gewählten Vertreter/innen der insgesamt 10.361 Mitglieder geschaffen. Auf ihrer jährlichen Versammlung in der Seestadthalle stimmten sie ohne eine Gegenstimme für den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht.

Einig zeigte sich die Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Werner Buthmann) auch bei den übrigen satzungsmäßig anstehenden Beschlüssen: Jeweils einstimmig sprach sie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung aus und folgte dem Vorschlag für die Verwendung des Jahresgewinns. Knapp 1,5 Millionen Euro nach Steuern hat die Volksbank Haltern als Bilanzgewinn ausgewiesen. Rund 150.000 Euro davon schüttet sie in Form einer 6,5-prozentigen Dividende an ihre Anteilseigner aus.

Auf Kontinuität setzt die Volksbank bei der Besetzung ihres Aufsichtsrats. Die drei turnusmäßig ausgeschiedenen Mitglieder Georg Dammann, Siegfried David und Jochen Niehoff wurden jeweils einstimmig für weitere drei Jahre im Kontrollgremium der Bank bestätigt.

Mit dem Jahr 2016 ist für die Volksbank Haltern nach dem Urteil des Vorstands ein „insgesamt zufrieden stellendes Geschäftsjahr“ zu Ende gegangen. Die Bilanzsumme stieg überdurchschnittlich um 5,1 Prozent auf 460 Millionen Euro. Wachstumsmotor waren die Kundeneinlagen, die sich um 4,9 Prozent auf 355,2 Millionen Euro erhöhten. Bei den Ausleihungen an Kunden gelang es trotz Sondertilgungen in nennenswertem Umfang, wieder den Stand des Vorjahres zu erreichen. Gern hätte die Volksbank Haltern noch mehr neue Kredite an ihre Mitglieder und Kunden vergeben. Doch fehlte es dazu an den notwendigen Impulsen aus dem privaten Wohnungsbau und der gewerblichen Wirtschaft. Vorstandsmitglied Christoph Sebbel: „Wir brauchen in Haltern dringend neue Baugebiete und Flächen für Gewerbeansiedlungen.“ Für 2017 rechnet die Bank mit einer Ausweitung des Kreditgeschäfts im Umfang von 2,5 Prozent.

Zufrieden äußerten sich Sebbel und sein Vorstandskollege Henning Henke zu den beratungsintensiven außerbilanziellen Geschäften. Henke: „Immer mehr Kunden sehen im Wertpapiergeschäft eine Anlagealternative zum klassischen Sparbuch. Deswegen haben wir insbesondere im Wertpapierbereich deutlich zulegen können.“

Weiter verbessert hat sich nach einem außerordentlichen Ertrag die Vermögenslage der Bank. Das Eigenkapital beläuft sich auf 46 Millionen Euro. Dies entspricht einer Quote (in Relation zur Bilanzsumme) von zehn Prozent. Mit dieser vergleichsweise komfortablen Ausstattung fühlt sich die Volksbank Haltern gut gerüstet für den immer härteren Wettbewerb unter den Finanzdienstleistern.

Inhaltlich wurde auch auf die geplante Fusion mit der benachbarten Volksbank Lüdinghausen-Olfen eG eingegangen. Beide Vorstandsmitglieder waren sich einig: Wir sind hier auf einem richtig guten Weg.